Pelletieren / Granulieren

Agglomerate sind die verborgenen Begleiter unseres Alltags. So nutzen wir täglich eine Vielzahl an Produkten aus verschiedenen Industriezweigen, die mit Hilfe der Agglomerationstechnik produziert werden. Die Agglomeration, das Zusammenführen von Partikeln zu Partikelverbänden, verleiht diesen wesentlich verbesserte Transport-, Verarbeitungs- und Gebrauchseigenschaften.

So werden beispielsweise die Verbesserung der Riesel- und Streueigenschaften sowie die Gewährleistung von Staubfreiheit in der Düngemittelindustrie geschätzt. Die Verbesserung der Durchströmbarkeit durch die Erzeugung enger Partikelgrößenverteilungen ist hingegen ein Ziel der Pelletierung von Eisenerzen und Recyclingmaterialien.

In unserem Technikum stehen für die Untersuchung der Aufbauagglomeration verschiedene Versuchseinrichtungen zur Verfügung, mit denen Materialien im kleintechnischen und Pilotmaßstab untersucht werden können. Den Schwerpunkt legen wir dabei auf die Aufbauagglomeration im Pelletierteller, welcher durch sein spezielles Materialbett agglomerierende, zerkleinernde und klassierende Mechanismen vereint. Aufgrund dieser parallel ablaufenden Mechanismen kann ein Produkt mit einer sehr engen Partikelgrößenverteilung sowie einem hohen Grad an Uniformität erzielt werden.

Vorteile der auf einem Pelletierteller erzeugten Agglomerate:

  • geringe Abrasion / Staubfreiheit
  • gutes Fließverhalten /Dosierbarkeit
  • hohes Rundheitsmaß und Oberflächengüte
  • enge, variable Korngrößenverteilung
  • variable Festigkeit und Porosität

Voraussetzung für die richtige Prozessauswahl ist eine eingehende Analyse des Ausgangsmaterials. Dieses wird hinsichtlich seiner stofflichen Zusammensetzung und Materialeigenschaften untersucht und anhand der Ergebnisse charakterisiert. Hieraus ergeben sich die Anforderungen für die Auswahl geeigneter Bindemittel, Additive und Maschinentechnik.

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